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Aktuelles

An Infoständen am Mühlenkamp und in der Jarrestraße forderten wir: Frauengesundheit muss endlich gleichberechtigt berücksichtigt werden – durch bessere Versorgung, gezielte Forschung und eine Medizin, die sich an allen Körpern orientiert, nicht nur am männlichen.

08.03.2026 | Weltfrauentag

Fokus Frauengesundheit

Am 8. März 2026 ist Weltfrauentag. Ein Tag, der nicht nur Anlass zum Feiern ist, sondern auch dazu, auf bestehende Ungleichheiten aufmerksam zu machen. Genau das haben wir als SPD Mühlenkamp & Jarrestadt am Wochenende des 7. und 8. März in Hamburg-Nord getan: Wir waren auf der Straße, haben informiert, Rosen verteilt und mit vielen Menschen über ein Thema gesprochen, das oft zu wenig Beachtung findet – die Frauengesundheit.

In zahlreichen Gesprächen wurde deutlich, wie präsent das Thema ist. Denn noch immer zeigt sich im Gesundheitssystem ein strukturelles Problem, das unter dem Begriff „Gender Health Gap“ beschrieben wird. Frauen erfahren in vielen Bereichen eine andere, häufig schlechtere medizinische Versorgung. Beschwerden werden häufiger falsch eingeordnet, Diagnosen oft später gestellt, Medikamente nicht passend dosiert und frauenspezifische Erkrankungen sind nach wie vor zu wenig erforscht.

Dabei geht es nicht um Einzelfälle, sondern um grundlegende Strukturen. Noch immer orientiert sich die Medizin vielfach am männlichen Körper als Norm. Das hat konkrete Auswirkungen: Symptome äußern sich bei Frauen oft anders, werden aber nicht immer entsprechend erkannt. Erkrankungen wie Endometriose bleiben häufig lange unerkannt, während auch bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen Unterschiede bestehen, die in der Praxis nicht ausreichend berücksichtigt werden. Gleichzeitig zeigen Studien, dass Therapien bei Frauen teilweise anders wirken – ein Umstand, der in der Forschung lange zu wenig Beachtung fand.

Diese Realität hat Folgen für die Gesundheit vieler Frauen. Sie führt zu verzögerten Behandlungen, unnötigem Leid und im schlimmsten Fall zu schwerwiegenden gesundheitlichen Konsequenzen. Umso wichtiger ist es, das Thema stärker in den Mittelpunkt zu rücken.

Für uns ist deshalb klar: Frauengesundheit muss politisch stärker gewichtet werden. Es braucht eine bessere Versorgung, die die unterschiedlichen Bedürfnisse von Frauen konsequent berücksichtigt. Forschungslücken müssen geschlossen werden, damit Diagnostik und Therapien gezielter und wirksamer werden. Und es braucht eine Medizin, die nicht länger vom männlichen Körper als alleinige Referenz ausgeht, sondern Vielfalt ernst nimmt.

Die Gespräche am Weltfrauentag haben gezeigt, wie groß das Interesse und der Gesprächsbedarf sind. Viele Menschen haben ihre eigenen Erfahrungen geteilt, Fragen gestellt und deutlich gemacht, dass sich etwas verändern muss. Genau hier setzt politische Arbeit vor Ort an: zuhören, informieren und gemeinsam für Verbesserungen eintreten.

Der Weltfrauentag erinnert jedes Jahr daran, dass Gleichberechtigung keine Selbstverständlichkeit ist, sondern immer wieder neu erkämpft werden muss. Frauengesundheit ist dabei ein zentraler Bestandteil. Sie betrifft die Lebensqualität, die Teilhabe und letztlich die Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft.

Deshalb bleibt unser Anspruch: dranbleiben, sichtbar machen und Veränderungen voranbringen – für eine Gesundheitsversorgung, die allen gerecht wird.

PS: Unten zwei Bilder unseres Flyers zum Thema Frauengesundheit