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07.06.2019

Folgeveranstaltung mit Janine Hey Nachgefragt: Familie und Beruf - wie soll das gehen?

Welchen Herausforderungen stehen Eltern gegenüber, wenn sie arbeiten wollen – zumal Vollzeit? Von ihren Erfahrungen hat Janine Hey berichtet, die in Winterhude das Restaurant Edenhall betreibt, als wir von der SPD Mühlenkamp Ende 2018 ins Goldbekhaus geladen hatten. Wir hörten aufmerksam zu und notierten ihre Erlebnisse und die Beiträge des Publikums.

Im Anschluss arbeiteten wir die Punkte auf, die sich in die Bereiche Kita, Schule, Verwaltung/ Bürokratie und Gesellschaft gliedern ließen. Dann sprachen wir mit Expert*innen aus Kitas, in Schulen ,in Behörden und aus der SPD, um den Dingen auf den Grund zu gehen. Anfang Mai luden wir erneut Janine Hey in unser Büro in der Forsmannstraße ein, um Bericht zu geben.

Christiane Ardabili, Kandidatin für die Bezirksversammlung, moderierte den Abend. Sie recherchierte in den Behörden, warum die Abläufe manchmal so umständlich sind oder jedenfalls wirken. Auf dem Weg zur digitalen Stadt arbeitet Hamburg daran, dass immer mehr Abläufe online und digital erfolgen können. Daher besteht Grund zur Hoffnung, dass die Beantragung des Kindergeldes beispielsweise nicht jedes Jahr erneut mit dem Ausfüllen aller Formulare beginnen müsse. Die Sprachtests vor der Einschulung werden regelmäßig auch samstags angeboten und mehr als zwei Termine sind nicht notwendig: Auf der Veranstaltung im November war von drei bis vier Terminen die Rede.

Die Versorgung Hamburgs mit Kitas ist keineswegs optimal, auch wenn sie sich seit der Zeit, in der Janines Kinder ein Patz suchten und brauchten, deutlich entspannt hat. Angesichts der weiterhin wachsenden Stadt bleibt es wichtig, neue Quartiere nicht nur mit Wohnungen, sondern ganzheitlich mit Kitas, Schulen, Geschäften und ÖPNV usw. mitzudenken. Wenn eine Kita in den Sommerferien schließt, hat man dennoch Anspruch auf eine Unterbringung des Kindes, auch wenn das pädagogisch nicht immer sinnvoll ist.

Die Schulen bauen in der Tat oft darauf, dass Eltern sich ehrenamtlich einbringen. Die Selbstverwaltung der Schule bringt mit sich, dass die Schulen die Begleitung der Schüler*innen zur Schwimmhalle lieber durch Eltern als professionell organisieren und das eingesparte Geld anderweitig verwenden. Gleichzeitig ist eins wichtig: Die Selbstverwaltung der Schule ist demokratisch organisiert. Eltern können über den Elternrat und der Schulkonferenz auf wichtige Entscheidungen Einfluss nehmen. Außerdem muss Unterricht nicht ausfallen. Die Schulen erhalten ausreichende Vertretungsstunden.

Wir glauben, dass wir an dem Abend unter Beweis gestellt haben, dass die SPD zuhören kann und sich der Probleme der Bürger*innen annehmen kann. Manchmal müssen Lösungen gefunden werden, manchmal muss man die richtige Ebene finden und manchmal handelt es sich um Missverständnisse, die aufzuklären sind.