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Andreas Bunkus,
19.01.2020

Heimspiel für Peter Tschentscher am Mühlenkamp

Foto: SPD Hamburg

Am Infostand am Goldbekmarkt wollten viele Bürgerinnen und Bürger ein Foto von und mit Peter Tschentscher haben.

Rund 150 Bürgerinnen und Bürger kamen am 18. Januar 2020 ins Goldbekhaus, um ihren Bürgermeister zu erleben. „Peter Tschentscher Live“ lautete das Motto, das die Menschen aus Winterhude und Eppendorf an diesem Samstagnachmittag in ihr Stadtteil- und Kulturzentrum brachte. Sie trafen zudem auf die Kandidierenden für die Bürgerschaftswahl Dagmar Wiedemann und Thomas Domres aus ihrem Wahlkreis 08 sowie Urs Tabbert von der Landesliste.

Peter Tschentscher legte eine beeindruckende Bilanz der SPD vor, die er nach neun Jahren Senatsführung vorzuweisen habe: 60 000 Wohnungen wurden gebaut, so dass die Mieten in Hamburg erstmals langsamer teuer werden als die Inflation. Die Verkehrswende wurde eingeleitet, indem Hamburg den Fahrradverkehr stärkt (z.B. durch 30 km neue Fahrradwege pro Jahr, Velorouten, Ausbau des Stadtrads) und den HVV attraktiver macht. Dazu zählen zahlreiche neue Linien, dichtere Taktung von Bus und Bahn, geringere Teuerung der Tickets, Ausweitung der Gültigkeit des Seniorentickets vor 9 Uhr und das neue Azubi-Ticket für etwa 365 Euro im Jahr. Nicht zuletzt habe Hamburg einen Klimaplan vorgelegt, der bundesweit Beachtung finde und sogar von den Grünen als der beste in Deutschland gelobt werde.

Wenn man sich die Programme aller Parteien für die Zukunft angucke, stelle sich die Frage der Glaubwürdigkeit. Denn auch wenn man sich oft in den Zielen mit anderen einig sei, müsse er sich wundern. CDU, FDP und Grüne haben in unterschiedlichen Konstellationen vor 2011 regiert und das Ergebnis waren die höchsten Kita-Gebühren Deutschlands, Studiengebühren, Stillstand beim sozialenWohnungsbau und bei der Baustelle Elbphilharmonie und Chaos bei der HSH Nordbank sowie jährliche neue Schulden von 1 Milliarde Euro. Die SPD wäre es gewesen, die Hamburg wieder lebenswert und sozial gestaltet habe.

In diese Richtung wolle die SPD weiter Politik machen. Für den öffentlichen Nahverkehr solle die SPD die neue U5 bauen und weitere Linien verlängern, den sogenannten Hamburg-Takt einzuführen (d.h. überall in Hamburg soll man innerhalb von 5 Minuten ein attraktives ÖPNV-Angebot finden können) und außerdem sollen Hamburgs Schülerinnen und Schüler schrittweise günstiger und schließlich kostenlos den HVV nutzen können. Die SPD verspreche weiterhin jährlich 10000 Genehmigungen für neue Wohnungen zu erteilen - darunter ein Drittel für Sozialwohnungen -, die 8-Euro-Wohnungen weiter zu entwickeln, Leerstand zu bekämpfen und Luxussanierungen zu erschweren.

Das alles gehe jedoch nicht nur durch Gesetze und Vorschriften, sondern zusammen mit der Wirtschaft, der Industrie und den Gewerkschaften und anderen Gruppierungen der Stadt. Es gehe nicht darum, die einen gegen die anderen auszuspielen, etwa die Jüngeren gegen die Älteren, sondern es gelte, die ganze Stadt im Blick zu behalten. Und wenn man die Stadt klimaneutral machenwolle und den CO2-Ausstoß begrenzen, dann gehe das nur zusammen mit der Wirtschaft, mit der Industrie, mit dem Hafen und mit dem Flughafen und anderen.

Aus der Glaubwürdigkeit der bisherigen Bilanz, verbunden mit den richtigen Zielen und Plänen für dieZukunft und einhergehend mit dem kompetenten Personal, das die SPD zur Wahl stellt, leitet Peter Tschentscher den Aufruf ab: Er freue sich über jede Stimme für die Kandidierenden, über jede Stimme für die SPD und über jede Stimme für ihn als Person.

In der sich anschließenden Fragestunde der Bürgerinnen und Bürger spielten Themen wie Wohnen, Tierschutz und Verkehr eine Rolle. Bei der Frage etwa, wie die Gertigstraße zur Fahrradstraße werden könne, zeigte sich Peter Tschentscher vertraut mit dem Quartier und den Straßen. Kein Wunder, hat er als Student doch am Mühlenkamp gewohnt und ist auch noch heute bei der SPD Mühlenkamp organisiert. Insofern ein Heimspiel für den Bürgermeister.

Erst eine Woche vorher war er beim Neujahrsempfang seiner Genossinnen und Genossen im Restaurant Goldbeker zu Gast. Schon vor der Veranstaltung im Goldbekhaus stand Peter Tschentscher in Winterhude Rede und Antwort: Beim Infostand am Goldbekmarkt war er gern gesehener Gesprächspartner und bekam vielfachen Zuspruch und Anerkennung für seine Arbeit als Erster Bürgermeister dieser Stadt. Während manche Marktbesucher nur ein schnelles Foto von Peter Tschentscher - oder auch mit ihm – machen wollten, hatten andere einen größeren Gesprächsbedarf, so dass sich trotz der frischen Temperaturen eine Traube um den Bürgermeister bildete. Kein schlechtes Zeichen.

PS: Dagmar Wiedemann, Spitzenkandidatin für Winterhude und Eppendorf, können Sie im Kandidatencheck des NDR sehen. Klicken Sie hier!